Implantatwechsel – wann er sinnvoll ist und wie der Eingriff abläuft

  • Dr. Schoeneich
  • 18.03.2026
  • 8 Minuten
Implantatwechsel

Eine Brustvergrößerung mit Implantaten kann viele Jahre Freude bereiten. Dennoch kommt bei vielen Patientinnen irgendwann die Frage auf, ob ein Implantatwechsel notwendig oder sinnvoll sein könnte. Manche Frauen tragen ihre Implantate bereits seit vielen Jahren, andere bemerken Veränderungen der Brust oder wünschen sich eine Anpassung von Größe oder Form.

Wichtig zu wissen ist: Brustimplantate müssen nicht automatisch nach einer bestimmten Zeit ausgetauscht werden. Moderne Implantate sind sehr langlebig und können in vielen Fällen problemlos über viele Jahre im Körper verbleiben. Dennoch gibt es Situationen, in denen ein Implantatwechsel medizinisch sinnvoll oder aus ästhetischen Gründen gewünscht ist.

Kurz gesagt:
Ein Implantatwechsel wird durchgeführt, wenn ein Implantat beschädigt ist, Beschwerden verursacht oder wenn Patientinnen ihre Brustgröße oder -form verändern möchten. In vielen Fällen kann der Eingriff über die bestehende Narbe erfolgen und lässt sich mit einer Bruststraffung oder anderen Korrekturen kombinieren.

Wann ist ein Implantatwechsel sinnvoll?

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Patientinnen einen Implantatwechsel in Erwägung ziehen. Manchmal steht ein medizinischer Grund im Vordergrund, manchmal der Wunsch nach einer ästhetischen Veränderung.

Medizinische Gründe
Ein Implantatwechsel kann notwendig werden, wenn:

  • ein Implantat beschädigt oder gerissen ist
  • sich eine Kapselfibrose entwickelt hat (Verhärtung der Implantatkapsel)
  • sich das Implantat verschoben hat
  • Schmerzen oder Spannungsgefühle auftreten
  • sich die Form der Brust sichtbar verändert

Diese Situationen sind selten, können aber im Laufe der Zeit auftreten.

Ästhetische Gründe
Viele Implantatwechsel erfolgen jedoch aus ästhetischen Gründen. Häufige Wünsche sind zum Beispiel:

  • Veränderung der Implantatgröße
  • Anpassung der Brustform
  • Kombination mit einer Bruststraffung

Gerade nach Schwangerschaft, Stillzeit oder größeren Gewichtsschwankungen kann sich die Brustform verändern. In solchen Fällen kann ein Implantatwechsel helfen, die Brust wieder harmonischer wirken zu lassen.

Wie läuft ein Implantatwechsel ab?

Der Ablauf eines Implantatwechsels ähnelt in vielen Punkten einer Brustvergrößerung. Der Eingriff wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt und dauert meist zwischen einer und zwei Stunden, abhängig vom Umfang der Operation.

  • Entfernung des bestehenden Implantats: Zunächst wird das vorhandene Implantat entfernt. Häufig kann dabei über die bestehende Narbe operieren, sodass keine zusätzlichen Narben entstehen.
  • Kontrolle der Implantatkapsel: Anschließend wird das umliegende Gewebe sorgfältig untersucht.
  • Einsetzen des neuen Implantats: Im nächsten Schritt wird das neue Implantat eingesetzt. Dabei kann die Implantatgröße, -form oder auch die Position angepasst werden.
    In manchen Fällen wird der Eingriff zusätzlich mit einer Bruststraffung kombiniert, um ein besonders harmonisches Ergebnis zu erzielen.

Heilung nach einem Implantatwechsel

Die Erholungszeit nach einem Implantatwechsel ist in vielen Fällen ähnlich oder sogar etwas kürzer als nach einer erstmaligen Brustvergrößerung. Typischer Heilungsverlauf:

  • erste Woche: Schonung und leichte Bewegung
  • nach etwa 1–2 Wochen: Rückkehr zu leichten Alltagsaktivitäten
  • nach etwa 4–6 Wochen: Sport und stärkere Belastung wieder möglich

Schwellungen und Spannungsgefühle können in den ersten Tagen auftreten, klingen jedoch meist rasch ab.

Bleiben neue Narben zurück?

In vielen Fällen kann der Implantatwechsel über die bestehende Narbe erfolgen, zum Beispiel in der Unterbrustfalte. Dadurch entstehen häufig keine zusätzlichen Narben.
Wenn der Eingriff mit einer Bruststraffung kombiniert wird, können zusätzliche Narben entstehen. Diese werden jedoch so geplant, dass sie möglichst unauffällig verlaufen.

Moderne Implantate: Was hat sich verändert?

Die Technologie von Brustimplantaten hat sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Moderne Implantate verfügen über besonders stabile Silikongel-Strukturen, widerstandsfähige Hüllen und sind so konzipiert, dass sie eine natürliche Form und ein weiches Tastgefühl ermöglichen. Gleichzeitig erfüllen sie heute sehr hohe medizinische Sicherheitsstandards.
Wichtig zu wissen ist jedoch: Brustimplantate müssen nicht automatisch nach einer bestimmten Zeit ausgetauscht werden. Früher wurde häufig empfohlen, Implantate vorsorglich nach etwa zehn Jahren zu wechseln. Diese pauschale Empfehlung gilt für moderne Implantate in dieser Form heute nicht mehr.
Moderne Implantate Wechsel

Solange keine Beschwerden auftreten und bei regelmäßigen ärztlichen Kontrollen alles unauffällig ist, können Implantate oft viele Jahre im Körper verbleiben. Regelmäßige Nachuntersuchungen, beispielsweise durch Ultraschall oder andere bildgebende Verfahren, helfen dabei, die Implantate und das umliegende Gewebe im Blick zu behalten.
Ein Implantatwechsel wird daher heute in der Regel nur dann durchgeführt, wenn medizinische Gründe vorliegen oder wenn Patientinnen sich aus ästhetischen Gründen eine Veränderung wünschen.

Zitat

Für viele Patientinnen ist der Gedanke an einen Implantatwechsel zunächst mit Unsicherheit verbunden. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass moderne Brustimplantate heute sehr langlebig sind und nicht automatisch nach einer bestimmten Zeit ausgetauscht werden müssen. Entscheidend sind regelmäßige ärztliche Kontrollen, um sicherzustellen, dass Implantate und umliegendes Gewebe gesund sind.

Wenn bei diesen Untersuchungen alles unauffällig ist und keine Beschwerden bestehen, können Implantate oft viele Jahre problemlos im Körper verbleiben. Sollte dennoch einmal ein Wechsel notwendig oder gewünscht sein, handelt es sich heute um einen sehr routinierten Eingriff. Durch eine sorgfältige Analyse der Ausgangssituation und eine individuelle Planung können wir nicht nur mögliche Beschwerden behandeln, sondern häufig auch ein ästhetisch noch harmonischeres Ergebnis erzielen.

Dr. Moritz Schoeneich

Fachärzte für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie

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Häufige Fragen zum Implantatwechsel

Nein. Diese Annahme stammt aus früheren Empfehlungen, als Implantate noch anders konstruiert waren. Moderne Brustimplantate haben heute keine feste „Ablauffrist“. Das bedeutet: Wenn keine Beschwerden auftreten und bei regelmäßigen ärztlichen Kontrollen alles unauffällig ist, müssen Implantate nicht automatisch nach zehn Jahren ausgetauscht werden.
Ein Implantatwechsel wird in der Regel dann empfohlen, wenn medizinische Veränderungen auftreten. Dazu gehören zum Beispiel:

  • eine Kapselfibrose (Verhärtung der Bindegewebskapsel um das Implantat)
  • ein beschädigtes oder gerissenes Implantat
  • eine sichtbare Formveränderung der Brust
  • Beschwerden wie Schmerzen oder Spannungsgefühle
  • eine Verschiebung des Implantats

Diese Situationen sind insgesamt selten, können jedoch im Laufe der Zeit auftreten. In solchen Fällen kann ein Implantatwechsel helfen, Beschwerden zu beseitigen und die Brustform wieder zu harmonisieren.

Nein. In vielen Fällen ist der Eingriff sogar unkomplizierter als eine erstmalige Brustvergrößerung, da bereits ein Implantat vorhanden ist und der Zugang häufig über die bestehende Narbe erfolgen kann.
Der genaue Ablauf hängt jedoch immer von der individuellen Situation ab.
Ja. Viele Patientinnen nutzen einen Implantatwechsel bewusst, um die Brustgröße oder -form anzupassen. Manche wünschen sich etwas mehr Volumen, andere entscheiden sich für kleinere Implantate oder eine natürlichere Form.
Auch moderne Implantatmodelle bieten heute mehr Möglichkeiten in Bezug auf Form, Projektion und Weichheit. Beim Implantatwechsel kann daher oft eine Größe oder Implantatform gewählt werden, die noch besser zu den persönlichen Vorstellungen und Körperproportionen passt.

Die Erholungszeit nach einem Implantatwechsel ist häufig ähnlich oder sogar etwas kürzer als nach einer erstmaligen Brustvergrößerung. Viele Patientinnen fühlen sich nach ein bis zwei Wochen wieder fit für leichte Alltagsaktivitäten.
Sportliche Belastung sowie intensive körperliche Aktivitäten sollten jedoch für etwa 4 bis 6 Wochen pausiert werden, damit das Gewebe optimal heilen kann.

In vielen Fällen kann der Implantatwechsel über die bestehende Narbe, beispielsweise in der Unterbrustfalte, durchgeführt werden. Dadurch entstehen meist keine zusätzlichen Narben.
Ja. Gerade nach Schwangerschaft, Stillzeit oder größeren Gewichtsschwankungen kann sich neben der Implantatposition auch die Hautstruktur verändern. In solchen Fällen wird der Implantatwechsel häufig mit einer Bruststraffung kombiniert.
Dadurch kann nicht nur das Implantat erneuert werden, sondern auch die Brustform insgesamt harmonischer gestaltet werden.

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  • Dr. Englbrecht Arzt Brustverkleinerung München

    Dr. Marc Englbrecht

    Dr. Marc Englbrecht ist seit September 2022 Mitbegründer der Praxis Schoeneich & Englbrecht in München Bogenhausen und fungiert seit Oktober 2022 als Chefarzt der Abteilung Brust-, Plastische und Ästhetische Chirurgie an der Frauenklinik Dr. Geisenhofer am Englischen Garten in München. Seine fachliche Expertise baute er zwischen 2021 und 2022 als Hauptoperateur im Seno – MVZ zur operativen Behandlung der Brust in München aus und davor als Oberarzt der Abteilung für Handchirurgie, Plastische Chirurgie und Ästhetische Chirurgie der LM München von 2017 bis 2020. Seine medizinische Laufbahn begann nach dem Staatsexamen an der TU München im Jahr 2008 und der Promotion zum Doktor der Medizin im Jahr 2009. Dr. Englbrecht ist Mitglied in führenden Fachgesellschaften wie der DGPRAEC, DGH und der Deutschen Gesellschaft für Senologie und engagiert sich ehrenamtlich bei Interplast Germany e.V. für Menschen in Krisengebieten. Kernkompetenzen
    • Brustchirurgie
    • Gesichtschirurgie
    • Bodycontouring
  • Dr. Schoeneich Arzt Brustverkleinerung München

    Dr. Moritz Schoeneich

    Dr. Moritz Schoeneich ist seit September 2022 Mitbegründer der Praxis Schoeneich & Englbrecht in München Bogenhausen und bekleidet seit Oktober 2022 die Position des Chefarztes der Abteilung für Brust-, Plastische und Ästhetische Chirurgie an der Frauenklinik Dr. Geisenhofer am Englischen Garten in München. Von 2020 bis 2022 wirkte er als Hauptoperateur im Seno MVZ für die operative Behandlung der Brust in München und zuvor, zwischen 2016 und 2020, als Oberarzt im Zentrum für Hand-, Ellenbogen-, Mikrochirurgie und plastische Chirurgie der Schön Klinik München Harlaching. Nach seinem Studium an der Universität Hamburg, dem Abschluss seiner ärztlichen Prüfung 2008 und der Promotion zum Doktor der Medizin 2010, spezialisierte sich Dr. Schoeneich weiter in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie und erhielt 2015 die entsprechende Anerkennung der Bayerischen Landesärztekammer. Er ist Mitglied in renommierten Fachgesellschaften wie der DGPRAEC, DGH und der Deutschen Gesellschaft für Senologie und engagiert sich auch bei Interplast Germany e.V., um Menschen in Krisengebieten zu helfen. Kernkompetenzen
    • Brustchirurgie
    • Gesichtschirurgie
    • Bodycontouring

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